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Wie setze ich meine Kräfte richtig ein und verhindere Gelenkentzündung und Gelenkabnutzung?

Geschrieben von gelenkgesund - 10. Januar 2012

Spuren im frisch gefallenen Schnee. Hunde in langsamem Lauf. Weich und entspannt.

Hunde-Pfoten: Spuren im Schnee 1

Ihre Krallen zeichnen nach dem Pfote-auf-dem-Boden-aufsetzen oft einen Strich in die dünne Schneedecke. Höher wird Pfote nicht gehoben. Hoch genug, um den nächsten Schritt tun zu können. Und das reicht für Laufsicherheit. Stolper- und fallfrei.

Bewegungsfreude bei jedem Wetter: Hunde-Spuren im Schnee 2

Würde es der Boden unter unseren Füßen zulassen, dass wir sämtliche Kraft, mit der wir unsere Füße stetig aufsetzen auch tatsächlich an ihn abgeben könnten, hätte ich hier sicher einige sehr interessante Bilder mehr oder weniger tiefer Fußspuren im Asphalt zu zeigen.

Leider weichen uns die meisten Böden, auf denen wir tagtäglich laufen, oder sollte ich besser stampfen sagen, der gesamten eingesetzten Kraft aber nicht aus. Wenn ich also mit mehr Kraftaufwand als nötig laufe, mein Knie höher als erforderlich hebe, rammt mein Fuß zu stark auf den Boden und mein Körper muss zusätzlich den Rückstoß aller nicht verbrauchten Kraft abfedern und abbauen.

Sehnen, Muskeln, Gelenke

Und mehr als das. Ich stelle mir vor, wie es wäre, nähmen die Dinge um uns herum sämtliche von uns ausgesendete Kraft auf. Vieles ginge zu Bruch oder trüge beispielsweise die Spuren von Fingern und Händen: wären die Kopfkissen, die allmorgendlich mit mehr Kraft als nötig bearbeitet werden, aus Knetmasse – sie böten danach einen merkwürdig verformten und zerknüllten Anblick. Unsere Kaffeetassen trügen viele Spuren hastiger, nervöser, gestresster, ängstlicher Benutzer. Wie auch alles um uns herum, das uns nicht gerade durch seine besondere Verletzlichkeit oder auch schmerzerfüllte Rückmeldung daran erinnert, unsere Kräfte maßvoll zu gebrauchen.

Meine eigene übermäßig eingesetzte Kraft wirkt zurück auf meine Sehnen, Muskeln, Gelenke … Je untrainierter ich bin, um so mehr dieser Kraft wirkt unnötig auf meine Gelenke ein. Sie können zwar Belastungen abfangen, jedoch schadet ihnen ein “Dauerfeuer” von Rückstößen, die aus einem unnötig überhöhten Krafteinsatz resultieren.

Lange Zeit war mir gar nicht bewusst, dass ich aus reiner Gewohnheit zu vielen alltäglichen Gelegenheiten zu stark zufasste, aufstampfte, meinen Körper als Schlag- und Stosswerkzeug missbrauchte und überforderte. Damals fühlte sich dieser Kräfteeinsatz für mich “normal” an.

Bis ich an rheumatoider Arthritis erkrankte. Eine Zeit, in der ich auch erleben musste, wie es sich anfühlte, wenn mir meine Knie oft den Dienst verweigern wollten. Sie schwollen unförmig an, waren heiß und besonders nach Ruhephasen nur schwer beweglich. Meine Aufmerksamkeit für meinen Körper schärfte sich. Oft bedeuteten schon leichter Druck und Berührung Schmerz. Und wie schmerzhaft war jede kleine Erschütterung! So wurde ich darauf aufmerksam, dass ich meine Füße zu stark aufsetzte.

Und ich beobachtete mich in vielen wiederkehrenden, unspektakulären Situationen: Beim Schneeschippen beispielsweise riss es mir die Arme auch dann noch ein Stückchen weiter nach vorn, wenn der Schnee schon von der Schippe war und ich musste wiederum Kraft aufwenden, um dieser Kraft entgegen zu wirken (um nicht buchstäblich dem Schnee hinterher zu fallen).

Ich fing an, über meine Bewegungsabläufe nachzudenken, plante vieles neu und lernte zunehmend, meine Kräfte angemessener zu dosieren.

Krankheiten des Bewegungsapparates zu heilen und ihnen vorzubeugen bedeutet daher für mich auch Bewegungserziehung.

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2 Antworten zu “Wie setze ich meine Kräfte richtig ein und verhindere Gelenkentzündung und Gelenkabnutzung?”

  1. Bärbel sagte

    Interessanter Artikel!

    Ich werde mich in Zukunft mal genauer beobachten, vielleicht muss ich ja auch was verändern. Probleme habe ich zwar keine, doch wer weiß…

    LG Bärbel

    • gelenkgesund sagte

      Ja, liebe Bärbel, Vorsorge ist immer gut und im Beobachten bis du ja meisterlich. Unsere Aufmerksamkeit ab und zu auf den eigenen Körper zu wenden, auch ohne dass es zwickt und zwackt, hilft, die Gesundheit zu erhalten.

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