Mein Rheumatoid-Arthritis-Code

Gelenkgesund!™ geht es mir besser – ● sanft ● schnell ● dauerhaft

Meine Kernsätze zu Selbsterkenntnis und Selbstheilung

Geschrieben von gelenkgesund - 27. Oktober 2011

minibares schrieb mir auf einen meiner Artikel:

“Wow, das ist ja richtig spannend zu lesen. Wie du lernen musstest, deinen Körper wahrzunehmen. Wieder zurückfahren, nicht alles auf einmal wollen. Viel zu lernen gab es da für dich.
Dass du mit der linken Hand, dem Daumen begonnen ist, ist großartig. Ich versuche halt, mir das alles richtig vorzustellen. Zumal ich mal Rheuma-Schübe hatte. Also, so ganz fremd ist mir das nicht.”

Sie brachte mich mit ihren Zeilen zum Nachdenken darüber, was mir – außer meiner Hartnäckigkeit – meine Selbstheilung möglich gemacht hat:

“Deine lieben Zeilen rufen so viele Bilder in mir wach. Erinnerungen daran, wie viele Helfer ich eigentlich hatte. Menschen, die mir halfen, den Schlüssel im Schloss drehen zu lernen, statt die Tür eintreten zu wollen. Da waren Menschen, die ihren Weg mit ihrer Erkrankung und manchmal auch aus der Erkrankung heraus beschrieben. Niemand sonst hat diese Innenansicht des Erkrankten und unternimmt solche Versuche, sich selbst zu finden. Weiter waren da Menschen, die die Körper- und Seelenarbeit erforschen und lebten. Sie nahmen mir die Angst und Sorge, schuld an meinem Dilemma zu sein und zeigten mir Räume, in denen ich handeln konnte. Alle gemeinsam gaben mir das ‘Eins-und-Eins’, das ich zu meiner Heilung nur noch zusammenzählen musste. Ich stand – bildlich gesprochen – in der Mitte und verknüpfte die roten Fäden. Die daraus entstandenen Übungen sind sozusagen die ,Kinder eines ganzen Dorfes’.”

Mit meinen Übungen hatte ich zu etwas für mich Neuem gefunden und dieses in Handlung umsetzen können. Den Weg zur Mitte, zum Ursprünglichen haben viele vor mir unternommen und beschrieben. Hier folgen einige Fundstücke, die ich – wenn auch niemals ohne Hinterfragen – dankbar mit mir genommen habe. Meine Kernsätze sind für mich keine autosuggestiv eingesetzten Formeln, sondern Sätze, die ich mit meiner eigenen Erfahrung beleuchte, prüfe, für mich als stimmig empfinde.

Als ich aus der Rheumatoidarthritis ausgestiegen war, fand ich Ruth Cohn in ihrem Buch: Gelebte Geschichte der Psychotherapie. Einige ihrer Entdeckungen glichen denen, die auch ich gemacht hatte:

“Das Bewußtwerden körperlicher Empfindungen kann den Körper heilen.“

„Das Bewußtwerden von Gefühlen und ihren psychischen Zusammenhängen heilt die Seele!“

Ruth Cohn beschloss Gindler-Arbeit und Psychoanalyse in der Bewußtwerdung von Gefühlen und Gedanken zu verbinden:

“ Sag, was du empfindest! Was spürst du? Was sagt dir dein Körper?“

Sie beschrieb u. a. ihre Suche nach dem:

“ therapeutischen Zugang zur Seele vom Somatischen her“, und arbeitete mit der Überzeugung: “vor von der Wichtigkeit des physischen Zugangs zur psychischen und speziell zur psychosomatischen Problematik“.

Auf dem Wege zur analytisch begründeten ganzheitlichen Therapie war es ihr ein Anliegen:

„Körperbewusstheit und Körpertechniken in die Therapie einzuführen“.

„’Ich bin mein Körper’ ist in den letzten Jahrzehnten vielfach gesagt worden. Das scheint mir nicht richtig zu sein. Ich bin mehr als mein Körper, doch ich bin nie ohne meinen Körper. Was immer ich bin und erlebt habe, schlägt sich im Physiologischen und auch im Mimischen nieder; und wenn ich ‘ich’ sage, erlebe ich mich nicht nur als Körper, sondern auch als Psyche, und weder Theorie noch Glauben schalten diese phänomenologische Duplizität aus. Mit der philosophischen Auffassung vom Menschen als einer Ganzheit habe ich erkannt, daß nicht nur Krankheit von jedem Punkt der Seele oder des Körpers her entstehen kann, sondern auch Gesundheit. Heilung kann durch die Einsicht in psychodynamische Zusammenhänge , durch sexuelle und andere liebevolle Beziehungen, durch alles, was das Selbstgefühl hebt, durch die pharmakologische Herabsetzung von Symptomen, durch schöpferische Arbeit, geographische, soziale und klimatische Veränderung – je nach Situation und Persönlichkeit des Patienten – geschehen. Durch welche Pforte psychische Gesundheit auch eintreten mag, spontan oder durch gezielte Therapie, das Heilende berührt immer den ganzen Menschen – ebenso wie ein Virus, ein Gift, ein Unfall, eine psychische Verletzung usw. immer den ganzen Menschen krank machen. Der therapeutische Prozess kann vom Körper her eingeleitet werden durch Hinlenken der Konzentration auf körperliche Empfindungen.“

„Er erkannte, daß Menschen ihren Emotionen sowohl durch Aktion und Bewegung näher kommen, als auch durch das Erlebnis, dass andere Menschen sich mit ihren Konflikten identifizieren konnten, weil sie wahrscheinlich ähnliche Situationen durchlebt hatten. Dieses gemeinsame Erlebnis bewirkt zusätzliche Erleichterung und Einsichten.“ Ruth Cohn über J.L.Moreno

„Sich in die eigenen Gefühle einzulassen, bedeutet nicht, daß sie ausagiert werden sollen oder müssen. Das volle Zulassen von Phantasien und/oder Gefühl befreit die Energie für den nächsten Schritt.“

“Aggression ist Reaktion auf Schmerz und Frustration.”

Zu Ruth Cohn gesellten sich viele weitere Stimmen, hier einige davon:

„Mit dem Wissen um die eigene Geschichte verschwindet die Anfälligkeit für irreale Hilfen, wie Ideologien, Spekulationen, und heilige Lügen, weil die Blindheit zum Schutze der Angst nicht mehr benötigt wird. Wenn man real geworden ist, braucht man die Realität nicht mehr zu fürchten und nicht mehr vor ihr zu fliehen. Die Macht der Pädagogik und der die Realität verdeckenden psychoanalytischen und philosophischen Spekulationen verliert dann vollständig ihren Boden. Sie muß der Transparenz und Überprüfbarkeit Platz machen.“ Alice Miller

“In unserer Kultur sind am erfolgreichsten die, die am meisten von ihren Gefühlen, von der Fähigkeit zum Mitgefühl abgeschnitten sind. Wir glauben, wenn wir zu jemandem sagen ‘Das schmerzt mich’, sind wir schon unterlegen. Das stimmt aber nicht. Es zeigt gerade, dass wir stark genug sind, das zu sagen, ohne dem anderen damit ein Unterwerfungssignal zu geben.” Arno Gruen

“Ich lebe mein Leben und du lebst dein Leben. Ich bin nicht auf dieser Welt, um deinen Erwartungen zu entsprechen – und du bist nicht auf dieser Welt, um meinen Erwartungen zu entsprechen. ICH BIN ich und DU BIST du – und wenn wir uns zufällig treffen und finden, dann ist das schön, wenn nicht, dann ist auch das gut so.” Fritz Perls

“Unsere tiefste Angst ist nicht die, dass wir unzulänglich sind. Unsere tiefste Angst ist die, dass wir über die Maßen machtvoll sind. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns am meisten erschreckt. Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brillant, großartig, talentiert, fabelhaft sein sollte? Aber wer sind Sie denn, dass Sie es nicht sein sollten?” Marianne Williamson

»Meine fundamentale Behauptung ist, dass die Einheit des Körpers und des Geistes objektive Realität ist, und dass beide ein unteilbares Ganzes darstellen. Noch deutlicher gesagt: ich behaupte, dass ein Gehirn ohne motorische Funktionen nicht denken kann.« Moshé Feldenkrais

„Unser Organismus ist ein riesiges Erfahrorgan, von dessen Ungestörtheit oder Gestimmtheit die Qualität der Wahrnehmungen und Handlungen und des Denkens abhängt.” „Meine Arbeit wäre ohne die Arbeit von Heinrich Jacoby nicht denkbar. Erst durch ihn ist mir klar geworden, wie untrennbar das körperliche Geschehen von der ,seelischen’ Situation des Menschen ist und wie sich das körperliche Geschehen nur aus der jeweiligen Art des Eingeordnet-Seins des Menschen in seine gesamte Umwelt verstehen und beeinflussen lässt.” Elsa Gindler

„Um zu werden, wie man sein will, muss man erst sein wollen, wie man ist.“ Laotse

“Leben muss man das Leben vorwärts, verstehen kann man es nur rückwärts.” Sören Kierkegaard

Und neuerdings auch mit schon einigen ersten Eindrücken aus der Bloggosphäre:

“Ich hab gar keine Fachrichtung studiert und will auch um Himmels willen kein Vorbild sein – außer für mich selbst. Deshalb sieh zu, dass Du Dich selbst zum Mittelpunkt des Universums machst! Der Blog ist auch nicht dazu da, Personenkult zu pflegen. Jeder kann sich das (freundlich lächelnde) Gesicht dazu vorstellen, das er gerne hinter lupo cattivo sehen möchte. Es genügt, wenn Du Dich durch die Artikel gut und richtig informiert fühlst, wenn es Dich zu eigenen weiteren Gedanken anregt, das ist das, was ich mir von meinem Blog wünsche.” lupo cattivo

Eine Auswahl unserer Gelenkgesund!™ Angebote:

Gelenkgesund!™ Kompakt
Gelenkgesund!™ Intensiv-Training Gelenkgesund!™ Training wöchentlich
Gelenkgesund!™ Methode:H1: Verstehen + H2: Anwenden + H3: Trainieren
Gelenkgesund!™ Intensivkurs H4 Rheuma Selbstheilung

Meine Gelenkgesund!™ Einzeltermine Meine Heilung von der rheumatoiden Arthritis nach der Gelenkgesund!™ Methode – Hier finden Sie einen passenden Termin oder das persönliche Gespräch

3 Antworten zu “Meine Kernsätze zu Selbsterkenntnis und Selbstheilung”

  1. minibares sagte

    Liebe GG
    so viele weise Sätze und Feststellungen.
    Ich verstehe soviel, dass jede Krankheit den ganzen Körper trifft und betrifft.
    Wie aber ist es bei einer Vergiftung?
    Da kommt ein Erreger durch die Ernährung – wie ja sehr oft – in den Körper und legt ihn lahm, wirbelt alles durcheinander. .
    Gerade heute erfahren, da ich nachfragte, wieso eine neue Verkäuferin am Marktstand war. An einer Makrele hat die Frau sich vergiftet.

    Ich sehe, du hast das an unserem Hochzeitstag verfasst.
    Das mit den Schneeflocken kommt von WP, das war auch im vorigen Winter so. Bei dir kann ich aber keine erkennen.
    Ich schau mal, was bei mir steht.

    • gelenkgesund sagte

      Vergiftungen können ganz unterschiedliche Ursachen haben und auf unterschiedlichen Stoffen beruhen. Daher kann man dise Frage nicht einfach pauschal beantworten. Es gibt zum einen anorganische (z.B. Schwermetalle), zum andern organische Stoffe. Es gibt Stoffe, die “einfach” nur das Stoffwechselgleichgewicht durcheinanderbringen (z.B. kann man auch an Kochsalz, NaCl, sterben, wenn man zuviel aufnimmt oder dem Durst auf hoher See nachgibt und Meerwasser trinkt und obwohl ca. 0,9% Salz Bestandteil jeder Körperflüssigkeit ist). Es gibt Vergiftungen z.B. mit Kohlenmonoxid (CO) oder Zyan (CN), die an das Hämoglobin stärker binden als der Sauerstoff aus der Lunge, so dass man quasi erstickt. Schafft man es aber, bevor man einen bleibenden Hirnschaden wegbekommt, sich davon zu erholen, dann ist es, als ob nie was gewesen wäre. Hat man dagegen eine Selen- oder Arsenvergiftung (wie vermutlich Napoleon), dann bilden sich schleichend Ablagerungen im Körper (wie vermutlich auch beim Quecksilber aus Amalgamfüllungen), die entweder nicht mehr weggehen oder die den Körper zu Kompensationsreaktionen zwingen, die ihrerseits gesundheitsschädlich sind (so, wie die grosse Lippe bei der Spinnerin im Märchen eine Kompensation war, oder wie ein Kropf eine Kompensation der Schilddrüse gegen Jodmangel ist, sich aber nach Erhöhung der Jodversorgung nie wieder ganz zurückbildet).
      Es gibt Bakterientoxine wie das Botulismus-Toxin (von den anaeroben Clostridium botulinum Keimen in nicht ordentlich sterilisierten Konserven usw.), von denen theoretisch ein Gramm genügt, um fast die gesamte deutsche Bevölkerung wirksam zu töten (wenn genügend gleichmässig verteilt), das sich jedoch die Leute gegen Falten ins für die Mimik zuständige Muskelgewebe spritzen lassen, sogar auf feucht-fröhlichen Botox-Parties.
      Es gibt die Leichengifte, ebenfalls von Bakterien, und zu trauriger Berühmtheit gekommen durch das Wochenbettfieber, auf das Semmelweis früh aufmerksam machte (es entstand dadurch, dass die Ärzte neben ihrer gynäkologischen Tätigkeit zur Fortbildung usw. Leichen sezierten, ohne sich danach ordentlich zu desinfizieren) , und bei der Makrelen”vergiftung” handelt es sich vermutlich ebenso um eine bakterielle Vergiftung, d.h. vermutlich haben Bakterien das Meeresfrüchte-Eiweiss zersetzt und die betr. Person hat es über Mikroläsionen an den Händen in die Blutbahn aufgenommen. Nicht von ungefähr sind Blutvergiftungen eine der häufigen, weil zu spät erkannt und oft nicht konsequent genug behandelt, Todesursachen gerade auch in Deutschland. Man kann also durch Ernährung und Hygiene Vergiftungen vorbeugen, man kann Amalgam und Blei in Wasserrohren vermeiden, aber je nach Ansatzpunkt der Vergiftung kann sie unumkehrbare Folgen haben. So scheint das Gift des Knollenblätterpilzes die Leber auch in geringen Mengen so stark zu schädigen, dass auch heute noch nur die rechtzeitige Lebertransplantation das Leben retten kann.

      • minibares sagte

        Liebe GG,
        ganz lieben Dank für deine umfassende Antwort.
        Es KANN also an der Hygiene gelegen haben.
        Oh man. Immerhin wasche ich meine Hände inzwischen öfter als noch vor ein paar Jahren. Da passe ich nun doch auf.

        Hey, bei dir schneit es ja nun auch, wie schön!
        Liebe Adventsgrüße ♥

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s