Ist Rheuma heilbar? Wie lange es gedauert hat, bis ich meine rheumatoide Arthritis (RA) heilen konnte
Geschrieben von gelenkgesund - 15. Juni 2011
Im Juni 1994 traten erste Schwellungen der Finger, bald darauf gefolgt von Morgensteifigkeit, auf. Der behandelnde Rheumatologe diagnostizierte einige Wochen später nach Testung eine beginnende schwere Rheumatoidarthritis, an der ich bis Juni 1996 ohne wirkliche Abhilfe litt.
06/1996 bis 12/1996:
Im Juni 1996 begann ich, mich Schritt für Schritt durch selbstentworfene Übungen zu heilen. Es gelang mir zunächst innerhalb weniger Wochen, auf die Schmerzsignale in Händen, Armen und Füßen unmittelbar nach ihrem Beginn zu reagieren. Ich erlebte, dass die Schmerzen in dem Bereich, mit dem ich übte, nachließen und schließlich ganz verschwanden. Das dauerte nach einigen Tagen Übung wenige Minuten. Auch die Abstände zwischen den plötzlich an irgend einer Stelle meines Körpers auftretenden Schmerzattacken vergrößerten sich.
Folgende Schwierigkeiten bildeten dabei zunächst noch Ausnahmen:
- Entweder schmerzten mehrere Stellen gleichzeitig;
- Schmerzen und Schwellungen zeigten mir, dass mein Körper, während ich schlief, noch in altgewohnter Weise “funktionierte”;
- in Situationen, die meine Aufmerksamkeit erforderten, war ich zu abgelenkt, um zu üben;
- Rücken und Schultern schmerzten manchmal nach dem Nachtschlaf. Ich nahm an, ich hätte mich im Schlaf „verlegen“ und suchte mit verschiedenen Matratzen und Kissen nach Abhilfe. Dass es sich auch hierbei um Rheuma gehandelt haben könnte, wurde mir Monate später erst klar, als ich zu meinem nachträglichen Erschrecken heraus fand, dass solche Symptome auch auf eine beginnende rheumatische Wirbelsäulenentzündung zurückgeführt werden können, und
- mir wollten zunächst einfach keine Übungen für Knie und Ellenbogen einfallen.
Während ich noch überlegte und probierte, profitierten Knie und Schultern von der stark gesunkenen Entzündungsneigung im Allgemeinen. Es traten kaum noch verschiedene Schmerzherde gleichzeitig auf, die Ellenbogen wurden in die Unterarm-Oberarm-Übung integriert. Die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nahmen ab und blieben immer mehr aus. Meine Hände, Arme und Füße wurden wieder schlank und beweglich. Mit den nun erweiterten Übungen lernte ich:
- meine Aufmerksamkeit so zu teilen, dass ich auch z.B. mitten in einer angeregten Unterhaltung, ohne diese zu unterbrechen und für andere unmerklich, üben konnte;
- die Schmerzen in Schultern und Knien von anfänglich ein bis zwei Tagen Dauer über wenige Stunden bis zum ersten Schmerzsignal herab zu reduzieren.
Die Gelenkgesund!™ Übungen wuchsen mit meinen Erkenntnissen und gingen mir in den darauf folgenden Monaten mehr und mehr “in Fleisch und Blut” über. Das ständige Üben erfüllte nun den Zweck des Abtrainierens der bisher Gewohnheit gewesenen Reaktion auf Reize.
Ich lernte, dass mein Körper mit leichter bis schmerzhafter Überanspannung in verschiedenen Regionen auf viele bestimmte, einzelne und wiederkehrende Reize reagierte. So begann ich damit, immer mehr Reize entweder zu verhindern (z.B. meinen Körper nicht als Stoß- und Schlagwerkzeug oder Lasttier zu missbrauchen) oder meine physische und seelische Reaktion (z.B. bei Stress) so zu regulieren, dass ich allgemein weniger belastet wurde oder nach Belastungen schneller wieder zur Balance zurückfand.
01/1997 bis 3/2001:
In diesen Jahren erlebte ich vereinzelte und immer seltener auftretende unaufgelöste Überanspannungen nach Reizen. Diese äußerten sich durch ein beginnendes Ziehen in einzelnen Bereichen: den Händen, Handgelenken, Armen oder Füßen. Dieses Ziehen glich ich dann unmittelbar nach Auftreten mit meinen Gelenkgesund!™ Übungen innerhalb weniger Minuten aus. Schmerzen, Schwellungen oder gar Bewegungseinschränkungen traten in dieser Zeit nicht mehr auf.
Fünf Jahre sind eine lange Zeit für denjenigen, dem mal mehr mal weniger starke Schmerzen die fortschreitende Zerstörung seines Körpers verkünden. Zum Glück ist es heute nun nicht mehr nötig, dieselbe lange Entwicklungsphase zu durchleben.
Neben der Erkundung und Einsicht in die verschiedenen Wirkmechanismen hat sich im Allgemeinen eine dreißig Tage dauernde intensive Beschäftigung mit ca. 100 Wiederholungen des neu Gelernten als optimal erwiesen, damit eine stete Übernahme in die Gewohnheit erfolgen kann.
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duftwolke sagte
Sorry, aber all das, was ich hier lese, ist totaler Humbug und komplette Verarschung. Ich selbst leide unter schwerer Arthritis und ich kann mir bei all den Schmerzen im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr schöndenken.
Gelenkgesund sagte
Hallo Duftwolke, du schreibst, dass du an Arthritis und dadurch auch an Schmerzen leidest. Dass du dich vera… fühlst, kann ich somit gut nachvollziehen. Und ja, mit dem Schritt, hier einen solchen Blog zu machen, habe ich mich wissentlich dem Verdacht ausgesetzt, am Leid anderer verdienen zu wollen. Die Alternative wäre gewesen, zu schweigen, und die andern weiter leiden zu lassen. Ich habe mich dazu entschieden, meine Erfahrungen weiterzugeben.
Zu meinen Erlebnissen mit der rheumatoiden Arthritis habe ich nunmehr seit über zehn Jahren Abstand und kann meine Entwicklung damals mit einer gewissen emotionalen Ruhe betrachten, die ich als akut Betroffene sicher auch nicht gehabt hätte. Eventuell denkst du deshalb, ich wollte irgendwas schöndenken/-reden. Das will ich keinesfalls. Zwei Jahre lang waren meine Schmerzen nur Qual. Als ich aber zunehmend lernte, mit ihnen umzugehen, wurden sie auch zu Wegweisern. Also nicht “schön”, sondern ab einer bestimmten Stufe “nützlich”, weil ich an ihrem Rückgang und letztlichen Ausbleiben messen konnte, was für mich wirkungsvoll war. Aber soll ich mich einer relativ “einfachen” Heilung verweigern, nur weil mir bewusst ist, dass ich zwei lange Jahre “umsonst” gelitten habe? Soll ich sagen: “Was nicht sein darf, das nicht sein kann”? Soll ich schweigen? Und ja, auch wenn ich sonstwas verdächtigt werde, ich finde, es ist gut, den Mythos von der Unheilbarkeit der rheumatoiden Arthritis von seinem Sockel zu stürzen. Oft wird von Betroffenen nach einem Heilversprechen/einem Heiler/einer Heilerin gesucht…weiterlesen