Mein Rheumatoid-Arthritis-Code

Gelenkgesund!™ geht es mir besser – ● sanft ● schnell ● dauerhaft

Wieso ich nach meiner Heilung nicht abermals an rheumatoider Arthritis erkrankte

Geschrieben von gelenkgesund - 10. Juni 2011

Mit meinen Gelenkgesund!™ Übungen gelang es mir, die Reaktion meines Körpers auf Stress in Form von Gelenkentzündungen, Schmerzen und deren Chronifizierung zu beenden.

Durch Krankheit und Gesundung lernte ich so einiges über Stress als Auslöser körperlicher Reaktionen. Meine Schmerzen und der körperlichen Verfall während der Erkrankung an rheumatoider Arthritis machten mich sehr traurig. Ihretwegen hatte ich Angst und Sorgen, schämte mich oder war wütend. Diese seelische Anstrengung entkräftete mich noch zusätzlich. Meist war ich müde und erschöpft, fror heftig. An diesem Frieren, dieser Gänsehaut auf den Armen, dem Kälteschauer durch meinen gesamten kranken Körper fühlte ich, wie das, was ich seelisch empfand, als Ausdruck in meine Muskeln, meine Nerven, meine Haut überging. Meine Traurigkeit saß wie ein kissengroßer Tropfen bedrückend auf meinem Brustbein, hängte sich schwer an meine Schultern, zog an meinem Kopf. Mein Kopf war von Sorgen prallvoll und begann zu schmerzen, meine Angst machte meinen Atem kürzer und schnürte meinen Brustkorb ein. Die Erkrankung löste also Emotionen in mir aus, an deren Echo in ersten körperlichen Reaktionen ich unmittelbar beobachten konnte, wie meine seelischen Empfindungen Niederschlag in eben diesen körperlichen Reaktionen finden und sich meine körperlichen Empfindungen im Seelischen widerspiegeln können.

Mittels dieser Erkenntnis lernte ich auch Rückschlüsse von meinem körperlichen Ausdruck “rheumatoide Arthritis” auf mein seelisches Befinden zu ziehen. Fand ich Empfindungen, die im Rheumaschmerz bislang verschlüsselt waren, konnte ich mit ihnen anders als bisher und zwar bewusst umgehen lernen. Beispiel Angst: schon das Eingeständnis mir selbst gegenüber, dass und wann ich Angst empfinde und das Annehmen (auch Aushalten) dieser Angst als zu mir gehörig, als wichtig und richtig, verhindert einen krankmachenden Ausdruck im körperlichen. So kann diese Angst “zur Sprache kommen” und “erzählen”, wovor ich mich fürchte und warum. So auch von Dingen, die früher einmal ängstigend für mich waren und es heute gar nicht mehr oder nicht mehr so sein müssen. Ich kann in Erinnerung, Wut und Trauer Bedrückendes aus meinem seelischen “Gepäck” nochmals hervorholen, betrachten, beenden und zu den Akten legen. In Manchem bin ich schnell, in Einigem brauche ich länger, verschiedene Anläufe, verschiedene Gelegenheiten, finde selten nur eine einzige Antwort, in verschiedenen Gestalten mahnt mich Angst an mein Mensch-Sein.

Ich erkannte meinen Rheumatoid-Arthritis-Code:

Meine Empfindungen steuern meinen Körper immer!

Also auch dann, wenn mir das nicht offen bewusst ist und diese Reaktionen meines Körpers nur noch nicht deutlich sichtbar und spürbar in Bewegung, Anspannung etc. für mich zu erkennen sind!

Mit bewusstem Körpereinsatz kann ich meine Empfindungen beeinflussen, steuern, regulieren!

Mit diesen Funden lebe und arbeite ich seitdem. Mein körperliches und seelisches Empfinden harmoniert auf intensivere Weise als zuvor. Wie das Eine im Anderen lebt, ist für mich bewusster nachvollziehbar. Der Grad, in dem ich mir darüber im Klaren bin und meine Fähigkeiten trainiere, stellt meinen Spielraum im Handeln dar. 

Das ständige Wachsen und damit neben aller intensiven Freude und Erweiterung auch “das Leiden, das zum Wachstum gehört”* bedeutet, dass ich empfinden (Körper & Seele) und handeln (= trauern, verarbeiten, mich für “Flucht oder Angriff” entscheiden, Hilfe bei anderen erbitten…) kann, bevor die innere Last sich erneut so anstaut, dass der Körper daran ernstlich erkrankt. Nach meiner Überzeugung ist dieses Vorgehen für mich geeignet, einer Neuerkrankung an rheumatoider Arthritis vorzubeugen.

Setzen die Gelenkgesund!™ Übungen an Symptom oder Ursache von rheumatoider Arthritis an?

~

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*nach F. Perls

6 Antworten zu “Wieso ich nach meiner Heilung nicht abermals an rheumatoider Arthritis erkrankte”

  1. minibares sagte

    Stress ist was echt gefährliches. Die meisten wissen nicht, wie und warum er erzeugt wird.
    Ich hatte mal einen Film gesehen, vor langer, langer Zeit, da wurde das Stress-Phänomen wunderbar erklärt.
    Seitdem lasse ich nicht mehr zu, dass Stresshormone sich bei mir ausbreiten können. Denn die haben es in sich. Still verhalten ist genau das Falsche. Bewegen, bewegen, intensiv bewegen kann da nur helfen. – Sofern man sich bewegen kann, was bei dir anfangs leider nicht der Fall war.
    Meine Bewunderung hast du, das weißt du ♥

  2. KOI sagte

    Klar, dass man bei einer einer schlechten Diagnose mal in ein Loch fällt… Respekt daher, dass Du es geschafft hast, da auch wieder rauszukommen!

    Sich selbst “aufzulegen” ist wohl für jeden Menschen besonders wichtig; für das eigene Seelenleben, aber auch für das Zusammenleben und damit für seine Mitmenschen. Wenn man das nicht beherrscht, führt das zu Stress – das erklärt auch, wieso manche Menschen besser als andere mit Verpflichtungen, Terminen, Verantwortungen, usw. umgehen können, obwohl sie genau so viel zu erledigen haben. Eine Hilfestellung kann es sein, die Dinge, die man zu erledigen hat, sinnvoll und realistisch zu planen und festzuhalten. So nimmt man sich selbst den Druck “dauernd an alles denken zu müssen”. Man weiß, dass es eine Liste, einen Plan oder ein System gibt, in dem alles sicher festgehalten ist und man aus diesem Grund nichts mehr vergessen, übersehen oder zu spät erledigen kann. Damit kann man locker sein, sich auf das Wesentliche konzentrieren, anstatt von Gedanken über Nichterledigtes getrieben zu sein.

    Viel Erfolg weiterhin auf Deinem Weg!

    • gelenkgesund sagte

      Dankeschön für deinen Besuch hier! Das mit dem “sich selbst auflegen” gefällt mir und fühlt sich sicher für jeden viel besser an, als das “getrieben sein/werden”.

  3. Michaela sagte

    Wie Gedanken und Gefühle körperliche Gesundheit beeinflussen ist wirklich erstaunlich.
    Dafür gibt es unzählige Beispiele. Ganz toll auch nachzulesen in dem Buch von Joachim Faulstich. So langsam kommen auch die Schulmediziner dahinter, dass es mehr als nur die Schulmedizin gibt.
    Respekt für Deinen Weg. Da gehört auch eine ganze Menge Mut dazu sich nicht von anderen abbringen zu lassen.

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